STELLUNGNAHME zum Vorfall der 2. Halbfinalpaarung unseres 10. Deaf International Futsal Tournaments:

Aufgrund eskalierender Ereignisse und zahlreichen Gerüchten sehen wir uns gezwungen, eine Stellungnahme abzugeben.

Im Halbfinalspiel in unserem, eigen veranstaltenden, Futsalturnier spielte unsere Mannschaft, GSV Karlsruhe, gegen unseren Rivalen aus Stuttgart, die GSG Stuttgart.

Bereits in der Gruppenphase traf man aufeinander. Resultat war ein hitziges, hart umkämpftes 0-0.

In diesem Halbfinalspiel war die Partie temporeich, aggressiv und emotional wie es sich zu einem Derby gehört. Auch dazu gehörten versteckte Fouls, Provokationen und Gesten beider Teams. Aufgrund vieler vergebenen Chancen unsererseits war die Stimmung ohnehin erhitzt.

Beim Stand 0-3 für die Stuttgarter kam es zum einem Vorfall: Sie schlossen einen Konter erfolgreich zum 0-4 ab. Der Torschütze von Stuttgart gebärdete provokativ „Auf Wiedersehen nach Hause.“ in Richtung unseren Torwarts und schob den Ball ins Netz ein. Darauf schubste einer unserer Spieler ihn. Unser Torwart wurde ohnehin während des Spiels gereizt (bei allen Gegentoren gab es provokanten Gesten vom Gegner in seine Richtung) – Aussage einiger neutralen Zuschauer deuten auf Ähnliches hin – und ließ sich zu einem Kurzschlussreaktion verleiten. Er griff den Torschützen der Stuttgarter an und es kam zu einer Rudelbildung, womit unser Torwart von mehreren Stuttgarter Akteuren tätlich angegriffen wurde. Unsere Spieler kamen hinzu und halfen ihn in dieser Situation.
Es waren sehr wahrscheinlich mehr als 25 Leute beteiligt an dieser Rudelbildung – selbst eine ausführliche Videoanalyse ergab nichts konkretes. Wir verlassen uns auf die Aussagen der glaubwürdigen neutralen Zuschauer.

Beide Teams griffen sich gegenseitig an, immer wieder. Die Offiziellen Mitarbeiter versuchten erfolglos zu schlichten. Leider war dieses Vorhaben auch aufgrund Einmischung der gegnerischen Fans sehr erschwert worden.

Auch ein angebliches Tätlichkeit zu einem der Schiedsrichter war nicht zu erkennen.

Unser Torwart bekam aufgrund der Tätlichkeit die rote Karte. Das Spiel wurde seitens der Schiedsrichter abgebrochen und GSG Stuttgart wurde als Sieger gewertet und zog ins Finale ein. Außerdem gab es eine Aufnahme der Personalien zwischen einer unserer Spieler und vom Stuttgart seitens der Polizei.

Uns, der Vorstand des GSV Karlsruhe, ist es sehr wichtig, dieses leider sehr bedauerlichen Ereignis für alle offen zu kommunizieren, um mögliche Gerüchte und mögliche Rufbeschädigung zu verhindern. Denn wir tolerieren so ein Benehmen nicht! Zwar gehört es sich zu einem „Derby“, die Aggressivität und Emotionen zu zeigen, aber alles im Grenzen.
Das haben wir auch ganz klar der Mannschaft und den Spielern mitgeteilt. Unserer Mannschaft ist sich sicher, in Zukunft, falls die Provokationen des Gegners (egal welche Mannschaft) sich wiederholen, mit Leistung, Fairness und Spielfreude zu antworten!

Hinzu wollen wir bekanntgeben, dass wir geschlossen uns entschieden haben, über rechtliche Schritte uns zu informieren und beim nächsten Mal werde sich der Verein, zweimal überlegen, den oben genannten Gegner, überhaupt nächstes Mal zum unserem Turnier antreten lassen zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Der Vorstand

PS: Aufgrund ernstzunehmender Datenschutz nennen wir hier keinen Namen.